Es gibt Updates, die schiebt man in eine Fußnote. Und es gibt Updates, bei denen sich ändert, wer die Arbeit anfängt. Dieses hier gehört zur zweiten Sorte.
Bisher haben unsere Assistenten reagiert: Jemand ruft an, der Telefonassistent geht ran. Jemand schreibt in den Chat, der Bot antwortet. Ab sofort geht der erste Schritt auch von der anderen Seite aus. Der Telefonassistent wählt selbst, der Marketing-Agent baut die Kampagne, und wenn es persönlich wird, übernimmt ein Mensch aus Ihrem Team. Dazu kommen sechs neue KI-Modelle.
Der Telefonassistent ruft jetzt selbst an
Das ist die größte Neuerung. Ihr Assistent nimmt nicht mehr nur Anrufe entgegen, er startet sie.
Sie finden das im Konto unter Telefonanruf-Agent → Ausgehende Anrufe. Dort gibt es zwei Wege:
Der Einzelanruf. Rufnummer eintragen, Agent auswählen, fertig. Praktisch für den Rückruf, den Sie sonst auf die To-do-Liste geschrieben hätten.
Der Sammelanruf. Sie hinterlegen eine Liste von Nummern, geben dem Ganzen einen Namen und einen Zeitpunkt. Der Assistent arbeitet die Liste dann ab. In der Übersicht sehen Sie live, wie viele Anrufe erledigt und wie viele fehlgeschlagen sind. Einzelne Anrufe lassen sich verschieben oder abbrechen, solange sie noch nicht gelaufen sind. Zu jedem Gespräch gibt es ein Protokoll.
Zwei Dinge, die im Alltag den Unterschied machen: Der Assistent kann Termine direkt im Gespräch buchen, statt sie nur zu notieren. Und er kann von sich aus nachfassen, wenn ein Gespräch offen geblieben ist.
Wofür das taugt: Terminerinnerungen, die sonst niemand macht. Rückfragen nach einer Lieferung. Das Nachfassen bei einer Anfrage, die vor drei Tagen kam. Also genau die Anrufe, die wichtig sind und trotzdem liegen bleiben, weil der Tag zu kurz ist.
Ein Hinweis, der uns wichtig ist: Unsere Telefonassistenten sagen zu Gesprächsbeginn, dass sie eine KI sind, und sie behaupten auf Nachfrage nichts anderes. Das ist seit August Pflicht nach Artikel 50 der EU-KI-Verordnung, und wir halten uns auch bei ausgehenden Anrufen daran. Mehr dazu in unserem Beitrag zur Kennzeichnung von KI-Inhalten.
Kampagnen, die sich selbst schreiben
Der Marketing-Bot hat einen Agenten bekommen. Sie müssen eine Kampagne nicht mehr Feld für Feld zusammenklicken, sondern sagen in einem Satz, was Sie vorhaben: an wen, mit welcher Botschaft, wann.
Der Agent schlägt daraufhin den Text vor, wählt die Empfänger aus und legt den Zeitplan an. Sie schauen drüber, ändern was Ihnen nicht passt, und geben frei. Der Unterschied zu vorher ist nicht die Zustellung, die konnte der Marketing-Bot schon. Der Unterschied ist, dass die leere Seite am Anfang wegfällt.
Wenn der Bot nicht weiterweiß, übernimmt ein Mensch
Chatbots sind gut in den ersten fünf Fragen. Bei der sechsten wird es oft heikel, und genau dann braucht es jemanden aus Fleisch und Blut.
Ab sofort können Sie mehrere Mitarbeiter für Ihren Chatbot hinterlegen. Eine Unterhaltung lässt sich einer konkreten Person zuweisen, und die führt sie dann weiter. Das ist wichtiger, als es klingt: Vorher war die Übergabe an einen Menschen ein Engpass, weil sie an einer einzigen Person hing. Jetzt ist es ein Team.
Sechs neue KI-Modelle
Der Modellkatalog ist gewachsen. Was neu dazugekommen ist:
- Claude Opus 5 für die schweren Textaufgaben: lange Dokumente, komplizierte Zusammenhänge, alles wo Sorgfalt vor Tempo geht.
- Grok 4.5 als schnelle Allzweckwahl im Chat.
- Gemini 3.6 Flash sowie Gemini 3.5 Flash und 3.5 Flash-Lite für alles, was schnell und günstig laufen soll. Die Lite-Variante ist die sparsamste im ganzen Katalog.
- GPT-Live 1 und GPT-Live 1 Mini für Sprache in Echtzeit, also Gespräche ohne die übliche Verzögerung zwischen Frage und Antwort.
- Seedance 2.5 für Video. Sie können aus Text, aus einem Bild oder aus einem Referenzvideo erzeugen, mit Clips von bis zu 30 Sekunden.
Welche Modelle in Ihrem Tarif enthalten sind, sehen Sie wie gewohnt in der Modellauswahl. Was ein Durchlauf kostet, steht vorher da, nicht hinterher.
Und im Maschinenraum
Ein paar Dinge sieht man nicht, sie machen den Alltag aber ruhiger. Das Anrufprotokoll sagt jetzt, warum ein Anruf nicht zustande kam, statt nur „fehlgeschlagen" zu melden. Die Oberfläche der neuen Funktionen ist vollständig auf Deutsch, inklusive der Fehlermeldungen. Und wir haben bei dieser Gelegenheit über 600 Texte übersetzt, die vorher englisch geblieben waren.
Womit fangen Sie an?
Unsere Empfehlung: Nehmen Sie sich eine Liste von zehn Kunden, bei denen ohnehin ein Rückruf ansteht, und lassen Sie den Assistenten das einmal machen. Zehn Anrufe sind schnell geprüft, und Sie merken sofort, ob das für Ihren Fall taugt.
Alle Funktionen sind ab sofort in Ihrem Konto verfügbar. Falls etwas klemmt oder Sie eine Idee haben, was als Nächstes dran sein sollte: Schreiben Sie uns. Wir lesen jede Nachricht.